Hat Nachhaltigkeit einen Platz im prognostizierten Wirtschaftsaufschwung?
Aufschwung, unerwartet großes Wachstum, neue Arbeitsplätze – wo man auch hinhört, nach Monaten der Krise macht sich innerhalb der deutschen Wirtschaft wieder Optimismus breit. Doch ist nach der Krise gleich vor der Krise?
Gerade wenn es in diesem Zusammenhang um das Thema Nachhaltigkeit geht, gehen die Meinungen auseinander: Ein zu schnelles Zurück zum „business as usual“ befürchten die einen, keinen finanziellen Spielraum für die notwendigen Investitionen sehen die anderen, wieder andere betrachten die Krise mit all ihren Konsequenzen vor allem auch als Chance, den Wandel in Richtung einer nachhaltigen Wirtschaftsweise voranzutreiben.
Diese Überlegungen greift die von Designern ins Leben gerufene Non-Profit-Initiative „Come Closer – Verantwortliches Design“ mit ihrer Veranstaltungsreihe „Green Markets – Die Zukunft der Ökonomie“ auf, die am 2. September mit einer Diskussionsveranstaltung in das zweite Halbjahr startet. Ab 19.30 Uhr wird es im Museum für Angewandte Kunst in Frankfurt am Main darum gehen, was die Krise in Sachen Nachhaltigkeit bei Konsumenten und Unternehmen ausgelöst hat. Sind die Waren und Dienstleistungen unserer Zukunft grün? Werden neogrünes Design und Green Communication Standard? Wie ernst ist es der Wirtschaft jetzt mit dem Thema Nachhaltigkeit? Kurz: Stehen Gesellschaft und Wirtschaft vor einem Paradigmenwechsel? Zu Wort kommen werden dazu unter anderem Anna Handschuh, Marketingleiterin der Triodos Bank Deutschland, Olaf Markhoff, Leiter der Unternehmenskommunikation bei Nike Deutschland, sowie Peter Parwan, Gründer des Lohas.de-Portals.
Mit einer Mischung aus Vortragsabend und Ausstellung wird dies der Auftakt für ein buntes Veranstaltungsangebot nach der Sommerpause sein, das die ökosoziale Dimension wirtschaftlichen Handelns nicht nur in Form von Vorträgen und Ausstellungen, sondern auch in Diskursen, Filmvorführungen und literarischen Events in den Fokus nimmt; ein spannender Veranstaltungstypus, bei dem Experten aus Design, Architektur, Kunst, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft Stellung nehmen zu Fragen einer nachhaltigen Entwicklung. Ziel? Die Kreativität und das Know-How der unterschiedlichen Seiten bündeln und so über die Designszene hinaus zum Wandel von Wirtschaft und Gesellschaft beitragen.
Informationen zur Auftaktveranstaltung und zu allen weiteren Terminen sind unter www.come-closer.net zu finden.
Text: Christina Stender




