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Ashoka Deutschland sucht neuen Trainee

Ashoka Deutschland ist auf der Suche nach einem Trainee, der das Ashoka-Team für zwei Jahre unterstützt. Die Stelle ist in München zu besetzen und es soll hauptsächlich darum gehen, neue Ashoka-Fellows auszuwählen, zu begleiten bei Wirkungsanalysen und die Infrasturktur von Ashoka und dessen Netzwerk weiter mit auszubauen. Außerdem unterstützt der neue Trainee das Team bei der Organisation und Durchführung der jährlich stattfindenden Sozialunternehmerkonferenz.

Ashoka, gegründet 1980 von Bill Drayton in Indien, arbeitet in über 60 Ländern und unterstützt über 3.000 Social Entrepreneurs, die mit unternehmerischen Mitteln gesellschaftliche Probleme bewältigen wollen.

Voraussetzungen sind ein abgeschlossenes Hochschulstudium, sehr gute Englischkenntnisse, Organisations- und Kommunikationsvermögen. Die gesamte Stellenausschreibung und alle Arbeitsbereiche sowie Anforderungen an einen neuen Trainee bei Ashoka gibt es hier: Traineeship Ausschreibung Ashoka (PDF).

Nachhaltigkeit in der kleinen und mittelständischen Wirtschaft

Zur neuen Ausgabe des Magazins enorm mit dem Titelthema CSR (Corporate Social Responsibility) starten wir auch hier im Blog von enorm eine Serie zum Thema. Roman Mesicek, CSR-Experte und Gesellschafter von enorm, wird hier regelmäßig über Chancen, Schwierigkeiten und Aktuelles aus dem Bereich der gesellschaftlichen Verantwortung von Unternehmen berichten.

Nachhaltigkeit bedeutet für die Wirtschaft, mittels neuer Ideen und Initiativen eine Balance zwischen wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Bedürfnissen herzustellen. Dies beinhaltet zum einen den schonenden Einsatz der Ressourcen zukünftiger Generationen, zum anderen aber auch, dass ein Unternehmen einen respektvollen, transparenten und motivierenden Umgang mit all seinen Anspruchsgruppen pflegt. CSR ist die Abkürzung für Corporate Social Responsibility und soll als Instrument dienen, um Nachhaltigkeit im Unternehmen umzusetzen.

Für große, multinationale Konzerne ist dieser Begriff auch kein Fremdwort mehr. Jedoch wird in Deutschland, der Schweiz und Österreich die Wirtschaft stark von Klein- und Mittelunternehmen (KMU) geprägt. Diese sind traditionell stark in regionale Strukturen eingebunden und die Umsetzung von CSR wird hier oftmals mit rein altruistischen Gründen, also der Realisierung von persönlichen, sozialen bzw. ethisch-moralischen Verpflichtungen, in Verbindung gebracht. Obwohl derartigen Zielsetzungen natürlich nichts entgegen steht, muss hervorgehoben werden, dass CSR-Maßnahmen nicht nur positive Auswirkungen auf die Gemeinschaft oder Umwelt haben, sondern auch die Wettbewerbsfähigkeit von Kleinbetrieben selbst deutlich verbessern kann.

Der geschäftliche Mehrwert, den soziale und ökologische Initiativen mit sich bringen, bleibt darüber hinaus oft unerkannt und sein Potential daher von UnternehmerInnen unterschätzt. Der konkrete Geschäftsnutzen lässt sich jedoch häufig nicht an Zahlen festmachen und stellt sich auch nicht immer unmittelbar ein. Naheliegend ist jedoch, dass ein fairer Umgang mit GeschäftspartnerInnen, MitarbeiterInnen und der Umwelt sowie soziales Engagement in der Gemeinschaft Teile des wirtschaftlichen Erfolgs sind. Solche Maßnahmen werden allerdings selten langfristig geplant oder als strategisches Managementkonzept eingesetzt.

Was können also nun Anreize für die Umsetzung von Corporate Social Responsibility in KMU sein?

Positive Wettbewerbseffekte, die KMU Forschung Austria in einer europaweiten Unternehmensbefragung herausgearbeitet hat, sind unter anderem:

  • verbesserte Wahrnehmung durch die KundInnen und höhere Kundenbindung, z. B. durch Pressemeldungen über das Unternehmen oder Mundpropaganda,
  • erhöhte Loyalität und Motivation der MitarbeiterInnen, die zur höheren Einsatz- und Lernbereitschaft des Personals führen und in geringeren Fluktuations- und Abwesenheitszeiten resultieren,
  • Kosteneinsparungen und Produktivitätsgewinne durch den effizienten Einsatz betrieblicher Ressourcen und Realisierung von Innovationen durch die Auseinandersetzung mit umweltschonenden Produktionsprozessen oder verstärkte Zusammenarbeit mit Schulen oder gemeinnützigen Einrichtungen,
  • besserer Zugang zum Arbeitsmarkt und Stärkung der Markt- und Netzwerkbeziehungen und
  • schließlich Umsatzsteigerungen, hervorgerufen durch die vorab angeführten Faktoren.

An Beginn der Umsetzung von CSR steht jedoch für kleine wie für große Unternehmen die Auseinandersetzung mit der Strategie des Betriebs in Bezug auf soziale und ökologische Anknüpfungspunkte zum eigenen Kerngeschäft. Und in diesem Bereich braucht es auch Unterstützung. Sei es durch geförderte Beratungsangebote wie diese in Österreich seit 2008 durchgeführt werden und in Deutschland gerade anlaufen. Aber auch durch Vernetzungsangebote wie Unternehmen für die Region oder niederschwellige Einstiegsangebote wie Lokale Aktionstage sind eine gute Anlaufstelle für engagierte UnternehmerInnen.

Meistern Unternehmen die Herausforderung des Einstiegs in das Thema und integrieren konsequent soziale und ökologische Themen in die Strategie, so leisten sie nicht nur einen wertvollen Beitrag für Gesellschaft und Umwelt sondern minimieren ihre Risiken, steigern die MitarbeiterInnenmotivation, stärken Kundenbindung und -vertrauen, erhöhen ihr Innovationspotenzial und generieren so Wettbewerbsvorteile am Markt.

Text: Roman H. Mesicek, er ist Experte für Corporate Social Responsibility (CSR) und Gesellschafter des enorm Magazin. Er lebt und arbeitet in Wien.

#4925 – Wie ist es, einen Traum zu leben?

Manchmal wollen Träume gelebt werden. Sonst würden sie sich ja nicht so hartnäckig im Gehirn festsetzen. Und immer wieder, kaum im Alltäglichen angekommen, lautstark um Aufmerksamkeit bitten. Sie wollen nichts sehnlicher als endlich real werden. 

Der Preis ist ihnen egal.
Manchmal sind sie klein und kirschrot und betteln herzerweichend „Nimm mich mit. Verbring den Rest deines Lebens mit mir!“ Und manchmal sind sie auch nicht käuflich und trotzdem eine richtungsweisende Entscheidung.
Oder eine Einsicht. Wie: „Diese Idee ist schön, aber nicht realisierbar.“

Und nun?
Traum gegraben und auf einen neuen warten? Oder nur die Storyline anpassen? Wenn was nicht geht, sagte jemand letztens zu mir, dann geht es nur jetzt nicht oder so nicht. Zeit oder Weg anpassen, aber nicht die Absicht in Frage stellen.
Schlau, oder? Und so aufmuntern. Genau das habe ich die letzten Wochen gebraucht.

Meine erste Mustertasche hat den Reality Check der Produktion nicht überstanden. Zu teuer, zu viel Materialverbrauch, zu komplizierte Nähte… genug Gründe den Traum neu aufzusetzen. Ich hab mich entschieden den Weg anzupassen, aber die Grundidee einer ladyliken, komfortablen Businesstasche nicht in Frage zu stellen. Dafür ist die Zeit genau richtig. Daran glaube ich weiterhin.

Zurück zu Start.
In den letzten Wochen sind haufenweise neue Illustrationen entstanden. Neue Formen, neue Funktionen und neue Verarbeitungsideen. Ich merke, was ich im letzten Jahr alles gelernt habe und nun gezielt verbessern kann. Erst sah es nach einem Umweg aus, nun weiss ich, es war der nötige Wegweiser um am Ende eine noch bessere Tasche zu entwerfen. Eine, die nicht nur produzierbar ist, sondern auch meiner Vorstellung von der perfekten Tasche am nächsten kommt. 

Ich habe lange überlegt warum ich gerade diese und keine andere Tasche realisiert haben möchte. Was ist so wichtig, das es bleiben muss, was kann weg oder völlig anders umgesetzt werden? Macht es Sinn, ein Produkt aus dem Bedürfnis heraus zu entwickeln und nicht aus Produktionssicht, was ist realisierbar, was wurde schon immer so gemacht? Es ist nicht der schnellste Weg gewohnte Produktionspfade zu hinterfragen, aber ich hab mich genau dafür entschieden.
Die Zeit hab ich.

Und bis die perfekte Tasche den Weg aus meinem Gehirn gefunden hat, kann man sich doch den ein oder anderen kirschroten Traum erfüllen? Oder? Auch wenn er eigentlich aus Plastikmüll besteht? Aber dafür käuflich ist? Und es mein Geburtstag war? Und…

Ich kümmer mich jetzt einfach weiter drum, auch den nachhaltig erfüllenden Taschentraum zu realisieren. Dann fällt es bestimmt auch euch demnächst etwas leichter, dem herzerweichendem Betteln von hübsch anzusehenden Plastiktaschen einfach zu überhören. 

Anmerkung: Ich hab wohl den tollsten Job der Welt, ich kann meinen Traum leben.
Egal wie lange er braucht.

Text: Sandra Schittkowski

#4925 – Immer schön in Bewegung bleiben

Warum bereitet mir dieser Eintrag wohl solche Freude? Freude ist ja geradezu untertrieben. Besser pures Vergnügen gepaart mit Sehnsucht und ungeduldiger Aufregung. Bestimmt weil ich eine Frau bin. Eine Geschäftsfrau genauer gesagt.

FOR NINE TO FIVE wird in naher Zukunft auch Schuhe aus nachhaltiger Produktion mit natürlich gegerbten Leder entwickeln. Schuhe, die nicht nur verdammt schick aussehen, sondern in denen wir den ganzen Tag all die Dinge erledigen können, Weiterlesen »

SensAbility an der WHU

Die von Studenten organisierte Konferenz SensAbility an der WHU – Otto Beisheim School of Management ist innerhalb eines Jahres deutlich angewachsen. 2011 wird die unter dem Motto „Move more than your career!“ stattfindende Veranstaltung zwei Tage dauern. Am 21./22. Januar sollen Studenten aller Fachrichtungen für gesellschaftliche Fragestellungen sensibilisiert werden. Vor allem das Themen Social Entrepreneurship soll genau beleuchtet werden.

Bekannte Redner wie Dr. Jürgen Heraeus, Unternehmer und Vorsitzender von UNICEF Deutschland, Peter Spiegel, Geschäftsführer des GENISIS Instituts & Initiator des „Vision Summit“ und auch John Bird, Social Entrepreneur und Gründer von „The Big Issue“ sowie Ulrich Martin Drescher, Mitinitiator des „Global Marshall Plan“ werden dabei von ihren Erfahrungen berichten. Außerdem werden verschiedene Workshops veranstaltet, die den Teilnehmern das Thema soziales Unternehmertum praktisch näher bringen sollen.

Bis zum 14. Januar kann man sich noch für SensAbility “Move more than your career” anmelden. Das Programm steht hier zum Download bereit.

Global Social Business Summit 2010 in Wolfsburg

Ziemlich prominenter Auflauf, den der Global Social Business Summit 2010 in der Autostadt Wolfsburg verspricht. Am 4. November ab 19:30 Uhr werden Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus und Bestseller-Autor Weiterlesen »

Entrepreneurship Summit 2010 in Berlin

Wie wird aus einer Idee ein Konzept? Wie entsteht aus einem Einfall ein Businessplan? Die Stiftung Entrepreneurship von Günter Faltin nimmt sich dieser Fragen schon länger an. In einem Monat soll auf dem Weiterlesen »

Bitterböse – aber nicht unlustig…

Auf Gründerszene.de werden die zehn untrüglichen Zeichen dafür aufgezeigt, an denen man erkennt, bei einem Samwer-StartUp zu arbeiten, bzw dieses zu leiten. Wie gesagt, bitterböse und Weiterlesen »

Initiative 10Rappen: Zara reagiert auf Vorwürfe

Wie werden die Dinge, die wir kaufen, eigentlich hergestellt? Wenn auch nicht aus Desinteresse, sondern falscher Bequemlichkeit oder der Begeisterung über die neueste Errungenschaft heraus: Zu oft gehen wir Weiterlesen »

Hat Nachhaltigkeit einen Platz im prognostizierten Wirtschaftsaufschwung?

Aufschwung, unerwartet großes Wachstum, neue Arbeitsplätze – wo man auch hinhört, nach Monaten der Krise macht sich  Weiterlesen »

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