Posts Tagged ‘Greentech’

Wirtschaftsmotor Umweltschutz

 

Alte und neue Windenergie in einem Koog an der Nordsee

Die deutsche Wirtschaft wächst nachhaltiger. Das geht aus dem kürzlich veröffentlichten Umweltwirtschaftsbericht 2011 des Bundesumweltministeriums und Umweltbundesamtes hervor. Demnach ist der Umweltschutz ein treibender Wirtschaftsmotor. Seit dem Bericht 2009 wird nun ein zweites Mal über Stand, Herausforderungen und Perspektiven der Umweltwirtschaft in Deutschland informiert. Die ökologische Modernisierung von Wirtschaft und Gesellschaft sei bisher Weiterlesen »

Wie laut können Windparks sein?

Der Telegraph in Großbritannien wollte es genau wissen, wie laut können Windparks sein? Mit einem Dezibelmesser verglichen sie die Lärmbelastung in einem Naturreservat, einer Wohngegend, in der Nähe eines Windparks, an einer Hauptstraße und in Weiterlesen »

Grüner Strom für Afrika

Hauptenergiequelle Feuerholz (Foto: World Future Council/Nathalie Bertrams)

Im nigerianischen Dorf Pigba sterben Frauen und Kinder an Strommangel. Zumindest indirekt. Der Arzt der Krankenstation kämpft mit Krankheiten wie Typhus, die durch schmutziges Wasser verursacht werden. Krankheiten, die vermeidbar sind: Mit einer elektrischen Pumpe könnte sauberes Grundwasser hochgepumpt werden. Wenn es denn Strom gäbe in Pigba. Weiterlesen »

Alles im grünen Bereich?

„Wozu grün und fair – Hauptsache Handys sind smart, schnell und schick!?” Unter diesem Titel steht die derzeit laufende Online-Diskussion auf www.diskutiere.de. Thema des offenen Dialogs – initiiert von Telefónica Germany gemeinsam mit dem gemeinnützigen Verein UPJ e.V. – ist die Frage, ob und wie ein nachhaltiger Konsum und Lebensstil im Zeitalter von Smartphones, Apps & Co. möglich ist.

Im Rahmen des Dialogs soll Weiterlesen »

Alternative Antriebe auf der Challenge Bibendum

Gestern haben Bundeskanzlerin Merkel und die Nationale Plattform Elektromobilität ihren Plan für die Förderung von Elektromobilität in Deutschland vorgestellt. Von morgen an stellen auf der Challenge Bibendum, einer der größten Messen für nachhaltige Antriebe, die Automobilhersteller nun ihre Modelle vor, die genau das schaffen sollen – umweltschonende Mobilität, möglichst in Serie. Denn eines ist gestern fast ins Hintertreffen geraten: Die Fahrzeuge, die in nicht einmal zehn Jahren mit einer Zahl von einer Million über unsere Straßen rollen sollen, sind noch längst nicht serienreif. Und bis es soweit ist, wird es wohl noch etwas dauern.

Derzeit gibt es rund 800 Millionen Fahrzeuge weltweit, die Zahl wird sich in Anbetracht der zu erwartenden wachsenden Weltbevölkerung und des Nachziehens der Schwellenländer stetig vergrößern. Und die Krux: Über 98 Prozent dieser Fahrzeuge sind vom Erdöl abhängig. Ein rarer werdender Rohstoff für ein explodierendes Fahrzeugaufkommen – da müssen Lösungen gefunden werden. Doch nicht nur Elektromobilität, auch Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie sind Technologien, die weiter entwickelt werden müssen.

Auf der morgen beginnenden Challenge Bibendum stellen mehrere Hersteller und Verkehrsbetriebe 120 Fahrzeuge mit alternativen Antrieben aus, davon 20 der Clean Energy Partnership (CEP), darunter der BVG, Volkswagen, Opel und auch Ford und Toyotas.

Auf einer Rallye durch die Region Berlin-Brandenburg müssen 12 batterie-elektrisch betriebene Fahrzeuge auf einer 125 Kilometer langen Strecke ihre Reichweite unter Beweis stellen.

Neben Zukunftstechnologien soll in einer historischen Ausstellung auch anlässlich des 125. Geburtstages des Automobils auch die Geschichte der jüngsten, motorisierten Fortbewegung gezeigt werden. Zum 11. Mail findet die Veranstaltung statt und ist nach Rio de Janeiro und Shanghai nun wieder in Europa. Neu ist, dass die Messe auch an zwei Tagen für die Öffentlichkeit zugänglich ist, am Samstag findet der Student Day statt, am Sonntag ist Publikumstag.

 

Grüner Moloch – der “Train of Ideas”

Wie schafft eine Stadt den Wandel von einstmals rauchenden Schornsteinen zur umweltverträglichen Stadtidylle?

Wie lebt man nachhaltig? Landei oder doch eher eine Großstadtpflanze? In letzterem Begriff sind zumindest schon zwei Säulen der Brundtlandschen Nachhaltigkeitsdefinition vertreten – Ökologie und Ökonomie – Großstadt und Pflanze. Der Volksmund hat hier wohl der Sehnsucht nach der Vereinbarung von natürlichem Leben und den Errungenschaften und Vorteilen der Zivilisation in Form der Stadt Ausdruck gegeben.
Aber geht das? Und vor allem, wie geht das? Der UN-Report zur Besiedlung 2011 bezeichnet Städte als „real battle-ground in the fight against climate change“, sprich: ändert sich nichts in den Städten ist der Klimawandel nicht mehr aufzuhalten. Die Hälfte der Weltbevölkerung lebt in Städten und diese zeichnen verantwortlich für 60-80 % des Energieverbrauchs – die Problematik ist deutlich.
Hamburg ist zur europäischen Umwelthauptstadt 2011 gekürt worden. Und will Vorreiter sein, zeigen, wie es gehen kann. Der „Train of Ideas“ soll entsprechende Inspiration liefern. Die interaktive Ausstellung in sechs Wagons zum Thema Stadt und Nachhaltigkeit startete am 15.04 in Hamburg und wird bis Oktober 2011 in weiteren europäischen Städten halt machen, u.a. noch München, Wien und Zürich.

Bereits umgesetzte aber auch geplante Projekte in Hamburg, sowie in anderen europäischen Großstädten werdenvorgestellt. Interaktive Spielereien animieren zum Selbstcheck: welches Menü emittiert wieviel CO2, ist mein Mobilitätsverhalten schon optimal oder mein Energiekonsum? Klimasünder oder Nachhaltigkeitsidol? Man kann sich aber auch einfach nur informieren – oder seine eigene optimale Stadt planen, Wünsche äußern, kommentieren. Kinder genießen die Ausstellung und äußern verschriftlicht auf Klötzen Wünsche elterlichen Ursprungs wie: „kein DB Böasengang“, “keine haltbare Milch mehr” oder auch “TV/PC mit Radantrieb”.
Was glauben Sie? Wie nachhaltig kann man in einer Stadt leben? Und wie viel Engagement braucht es dafür vom Bürger?

Text: Lea K. Böttger, Fotos: Sabine Vielmo / Wolfgang Huppertz

Die Krux mit der E-Mobilität

Vielleicht ist es die Quadratur des Kreises. Bestimmt ist es eine der größten Aufgaben der neuen Mobilität. Auf jeden Fall ist es eine Krux: Alternative Antriebe machen nur Sinn, wenn dafür Energie aus regenerativen Quellen gespeist wird und sie nahezu so leistungsfähig sind, wie herkömmliche Antriebe. Was nützt der Elektromotor, wenn der Strom dafür aus dem Atomkraftwerk kommt? Wie verlockend ist ein Elektromobil, wenn es nicht mal die Hälfte der Strecke eines Benziners zurücklegt? Selbst Überzeugungstäter werden sich da oft für die doch komfortablere (schnellere) Variante entscheiden.

In Sachen alternative Antriebe gibt es also noch einiges aufzuholen. Dass sie nun nicht allzu ferne Zukunftsmusik ist, ist auch unter Experten mittlerweile unumstritten. Unklar ist jedoch, das Wann und Wie. Fachleute diskutieren unter der Federführung des Clean Energy Projects die Bedingungen, unter denen die neuen Antriebe die herkömmlichen Autos mit Benzin- und Dieselmotor ablösen könnten. „Elektrofahrzeuge können schon heute die Erwartung der Kunden zum größten Teil erfüllen“, hieß es auf der einen Seite. „Solange die E-Fahrzeuge nicht in Mobilitätskonzepte eingebunden oder mit Zusatzantrieben ausgerüstet sind, wird E-Mobilität nie funktionieren“, argumentierten die etwas kritischeren Fachleute.

Immerhin widerlegte Lorenz Köll, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Forschungsstelle für Energiewirtschaft die gemeinhin geäußerte Behauptung, der Bedarf an Strom sei nicht aus regenerativen Energien zu bewältigen: “Wenn wir von heute auf morgen die gesamte deutsche Automobilflotte umstellen würden, benötigten wir etwa 20 Prozent des derzeit erzeugten Stroms. Es ist kein Problem die benötigte Energie aufzubringen – selbst wenn die Fahrzeuge in Zukunft ausschließlich mit grünem Strom fahren.”

Wie halten Sie es? Schon umgestiegen auf Wasserstoff? Lädt das Auto des Nachts an der Steckdose? Sind Abstriche denkbar zugunsten eines umweltfreundlicheren Autos?

Cradle to Cradle bei den Morgenwelt Keynotes

In dieser Folge erklärt Oliver Widmann, Mitarbeiter von Prof. Dr. Michael Braungart, über das Prinzip Cradle to Cradle. Oliver Widmann wurde 1971 in Waiblingen geboren. Er ist Diplom Betriebswirt und studierte an der Hochschule für Gestaltung, Technik, Wirtschaft und Recht in Pforzheim. Oliver Widmann ist Dozent für Betriebswirtschaftslehre, Marketing, Organisation und Personalpolitik an der Akademie JAK in Hamburg. Seit 1997 ist er Unternehmensberater, Cradle to Cradle® Consultant, Marketingmanager, Projektmanager, CSR, Interior Manager und Leiter des Nachhaltigkeitsmanagements & Corporate Social Responsibility.
Oliver Widmann ist Mitarbeiter von Prof. Dr. Michael Braungart und spricht über das Prinzip “Cradle to cradle”.
“Cradle to cradle” ist ein Modell für industrielle Prozesse, in dem alle Materialien in geschlossenen biologischen oder technischen Kreisläufen fließen. “Abfälle” existieren in diesem Sinne nicht, d.h. “Abfall” ist – wie in der Natur – gleichbedeutend mit “Nahrung”.

Björn Hansen von Morgenwelt – Auftakt der Keynotes

In den kommenden Wochen werden wir hier auf dem enorm-Blog immer mal wieder Videos von der Morgenwelt Keynotes zeigen. Moderiert übrigens von unserem stellvertretenden enorm-Chefredakteur Marc Winkelmann. Viel Spaß beim Anschauen! Den Auftakt macht Morgenwelt GmbH-Geschäftsführer Björn Hansen. Hier gibt es Bilder der Morgenwelt Keynotes.

Presseschau: Die Energiedebatte

Eine Diskussion mit vier Parteien und mindestens fünf Meinungen möchte man annehmen, die Energiedebatte kocht hoch. Eine Presseschau auf dem enorm Blog.

In dem Kommentar “Das Leid mit den Laufzeiten” bei WELT online wird die Bereitschaft der einzelnen Verbraucher in Frage gestellt, merklich mehr für “guten” Strom zu zahlen, auch die Industrie, “Hauptabnehmerin des Strom” rechne und sehe schwarz, heißt es. Die Anzeige der 40 Manager wird denn auch als ein Akt der Verzweiflung gedeutet. “Wer den Appell der 40 Manager erpresserisch nennt, verkennt den Ernst der Lage” – schließlich ginge es um die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie. “Längst ist die Energiedebatte vermasselt.”

Jochen Flasbarth geht in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung hart mit der Atomlobby ins Gericht. Sie habe bei ihrem “energiepolitischen Appell” mit falschen Zahlen operiert. Und er sieht die regenerativen Energien mitnichten als die maßgeblichen Kostentreiber in der Stromversorgung. “Ein durchschnittlicher Haushalt zahlt heute etwa 27 Euro mehr für den Strom als vor zehn Jahren. Davon gehen nur drei Euro auf die Förderung erneuerbarer Energien zurück.”

Die ZEIT hingegen weist in ihrem Artikel “Einstieg, nicht Ausstieg” darauf hin, dass die Interessen der Atomkonzerne und der deutschen Wirtschaft mitnichten dieselben seien. Vielmehr “beschwerten sich industrielle Großverbraucher sogar noch darüber, die Strompreispolitik der Versorger gefährde den Wirtschaftsstandort Deutschland”. Es wird auf die energiepolitische Wirklichkeit hingewiesen, die durch die vorherrschende energiepolitische Debatte in Berlin ins Hintertreffen gerät. Kurz: Energie muss effizienter genutzt werden, mehr Energie muss aus nicht versiegenden Quellen kommen und die “Energie der Zukunft muss sauber sein”. Außerdem geht der Artikel hart mit der Atomenergie ins Gericht und verweist auf überalterte Meiler, die nach heutigen Standards keine Genehmigung erhalten würden. Und es wird aufgeführt, wie wenig Strom tatsächlich von den Atommeilern kommt. Der ganze Artikel auf ZEIT online.

Auch Spiegel online berichtet über den Widerstand der Länder gegen Merkels Atompläne. Und auch im Tagesspiegel werden die vier Szenarien und die zentrale Rolle der Energieversorgung in der Regierung beschrieben.

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