Alternative Antriebe auf der Challenge Bibendum
Gestern haben Bundeskanzlerin Merkel und die Nationale Plattform Elektromobilität ihren Plan für die Förderung von Elektromobilität in Deutschland vorgestellt. Von morgen an stellen auf der Challenge Bibendum, einer der größten Messen für nachhaltige Antriebe, die Automobilhersteller nun ihre Modelle vor, die genau das schaffen sollen – umweltschonende Mobilität, möglichst in Serie. Denn eines ist gestern fast ins Hintertreffen geraten: Die Fahrzeuge, die in nicht einmal zehn Jahren mit einer Zahl von einer Million über unsere Straßen rollen sollen, sind noch längst nicht serienreif. Und bis es soweit ist, wird es wohl noch etwas dauern.
Derzeit gibt es rund 800 Millionen Fahrzeuge weltweit, die Zahl wird sich in Anbetracht der zu erwartenden wachsenden Weltbevölkerung und des Nachziehens der Schwellenländer stetig vergrößern. Und die Krux: Über 98 Prozent dieser Fahrzeuge sind vom Erdöl abhängig. Ein rarer werdender Rohstoff für ein explodierendes Fahrzeugaufkommen – da müssen Lösungen gefunden werden. Doch nicht nur Elektromobilität, auch Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie sind Technologien, die weiter entwickelt werden müssen.
Auf der morgen beginnenden Challenge Bibendum stellen mehrere Hersteller und Verkehrsbetriebe 120 Fahrzeuge mit alternativen Antrieben aus, davon 20 der Clean Energy Partnership (CEP), darunter der BVG, Volkswagen, Opel und auch Ford und Toyotas.
Auf einer Rallye durch die Region Berlin-Brandenburg müssen 12 batterie-elektrisch betriebene Fahrzeuge auf einer 125 Kilometer langen Strecke ihre Reichweite unter Beweis stellen.
Neben Zukunftstechnologien soll in einer historischen Ausstellung auch anlässlich des 125. Geburtstages des Automobils auch die Geschichte der jüngsten, motorisierten Fortbewegung gezeigt werden. Zum 11. Mail findet die Veranstaltung statt und ist nach Rio de Janeiro und Shanghai nun wieder in Europa. Neu ist, dass die Messe auch an zwei Tagen für die Öffentlichkeit zugänglich ist, am Samstag findet der Student Day statt, am Sonntag ist Publikumstag.





